Signale & Perspektiven
Signale erkennen spezifische Muster in Ihren Daten — Anomalien, Qualitätsprobleme, Compliance-Risiken. Perspektiven fassen ihre Befunde zu Gesundheitswerten auf Entitätsebene zusammen.
Negative Marge
Identifiziert Materialien, bei denen die Abrechnungseinnahmen unter den Einkaufskosten liegen (negative Marge). Hinweis auf Preisfehler, fehlende Aufschläge oder Vertragsabweichungen.
Teil von
Abrechnung unter Internpreis
Erkennt Materialien, bei denen der durchschnittliche Abrechnungspreis unter dem internen Verkaufspreis liegt. Hinweis auf Unterbepreisung und möglichen Ertragsverlust.
Teil von
VESKA-Klassifikation MED/MAT
Listet alle Materialien mit VESKA-Konto auf. Das vierte Klassifikationssignal (Ronnies Regel: 400x=MED, 401x=MAT, andere 4xx=UNKNOWN MAT, sonst=UNKNOWN) ist aus veska_account ablesbar.
I/O-Koeffizient-Abweichung
Vergleicht die an Stationen transferierte Menge mit dem dokumentierten Patientenverbrauch pro Material und Monat. Starke Abweichungen deuten auf undokumentierten Verbrauch oder Überbestellungen hin.
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I/O-Koeffizient (wöchentlich)
Wöchentliche Analyse des I/O-Koeffizienten pro Material. Höhere zeitliche Auflösung als die monatliche Variante -- ermöglicht die Erkennung kurzfristiger Verbrauchsspitzen.
4-Signale-Konvergenz
Erkennt Materialien, die gleichzeitig 2 oder mehr der 4 kanonischen Finanzsignale aufweisen: Erloesausfall, negative Marge, I/O-Koeffizient-Anomalie und verwaiste Abrechnungen.
Doppelte Abrechnung
Erkennt Abrechnungsereignisse, die mehrfach mit identischen Werten (Fall, Material, Menge, Betrag, Zeitstempel) erscheinen. Doppelte Abrechnungen führen zu Überfakturierung und verfälschen Ertragsberichte.
I/O-Koeffizient-Trend
Erkennt Materialien mit sich stetig verschlechterndem I/O-Koeffizienten über die Zeit. Ein Trend ist ein stärkeres Signal als ein einzelner Ausreisser und deutet auf systematische Prozessprobleme hin.
Teil von
DRG-Kostenausreisser
Erkennt Fälle mit ungewöhnlich hohen oder niedrigen Gesamtkosten innerhalb ihrer DRG-Gruppe (z-Score > 2). Hinweis auf Codier- oder Abrechnungsfehler.
I/O-Koeffizient-Trend (wöchentlich)
Wöchentliche Trenderkennung für I/O-Koeffizienten. Der 4-Wochen-Durchschnitt zeigt kurzfristige Verschlechterungen früher als der Monatstrend.
Abrechnungsbetrag-Ausreisser
Erkennt Abrechnungsereignisse, deren Betrag mehr als 2 Standardabweichungen vom Mittelwert des jeweiligen Materials abweicht (Z-Score). Mindestens 10 Ereignisse pro Material erforderlich.
Kostenstellen-Zuordnungsfehler
Erkennt Fälle, bei denen Abrechnungen einer anderen Kostenstelle zugeordnet sind als dem Fall. Fehlerhafte Zuordnungen verfälschen die Kostenträgerrechnung und erschweren die Leistungssteuerung.
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Artikelzählung Abgleich
Vergleicht zwei Zählmethoden: katalogspezifische Deduplizierung (Anzahl pro Typ, dann Summe) vs. globale Deduplizierung (einmalige Zählung über alle Kataloge). Beide Perspektiven sind gültig und beantworten unterschiedliche Fragen.
Aktiv trotz abgelaufenem Datum
Erkennt Materialien, die als aktiv markiert sind, deren Gültigkeitsdaten jedoch ausserhalb des aktuellen Zeitfensters liegen. Sentinel-Daten (9999-12-31) werden ignoriert -- nur reale Datumskonflikte werden gemeldet.
Teil von
Aktive Artikel
Listet alle aktiven Materialien im Katalog auf. Die Anzahl Befunde entspricht der Zahl der einzigartigen aktiven Artikel -- eine Bestandskennzahl.
Teil von
Aktive Artikel mit Alleinlieferant
Erkennt aktive Materialien mit nur einem Lieferanten -- kein alternativer Bezugsweg existiert. Die Anzahl Befunde beantwortet die Frage: wie viele aktive Artikel werden nur von einem Lieferanten bezogen?
Teil von
Abrechnungen auf Backfill-Artikeln
Erkennt Backfill-Materialien (im E1-Katalog fehlend, aus E3-E4-Transaktionen ergänzt) mit Abrechnungsaktivität. Quantifiziert die finanzielle Exposition pro Material: Anzahl Abrechnungen, Gesamtmenge und Gesamtbetrag.
Teil von
Doppelter Barcode
Erkennt Materialien mit identischem Barcode. Doppelte Barcodes verursachen Scanfehler und Fehlidentifikation im Lager und im OP.
Teil von
Abrechnung vor Verbrauch
Erkennt Fall-Material-Kombinationen, bei denen die Abrechnung zeitlich vor dem Materialverbrauch liegt. Ein Hinweis auf rückdatierte Abrechnungen, Erfassungsfehler oder Schnittstellenprobleme.
Teil von
Katalogvollständigkeit
Erkennt Materialien mit klinischer Verwendung (Patientenverbrauch), die in keinem Artikelkatalog erfasst sind. Diese «Schatten-Artikel» entziehen sich der Katalogverwaltung, Preispflege und Lagerbewirtschaftung.
Teil von
Betäubungsmittel-Rückverfolgbarkeit
Vergleicht pro BtM-Material und Monat: empfangene Menge minus abgegebene Menge minus Patientenverbrauch. Lücken deuten auf nicht dokumentierten Bestand hin -- ein regulatorisches Compliance-Risiko.
Teil von
Umrechnungsfaktor-Anomalie
Erkennt Materialien mit unplausiblen Einheiten-Umrechnungsfaktoren (Null, negativ, extrem hoch oder Faktor=1 bei unterschiedlichen Einheiten). Fehlerhafte Faktoren verfälschen Mengenberechnungen.
Standortübergreifende Preiskonsistenz
Erkennt Artikel, die an mehreren Standorten (z.B. Flon vs. Terreaux) mit unterschiedlichen Standardpreisen in den Katalogen geführt werden. Preisabweichungen deuten auf mögliche Überzahlungen an einem Standort hin.
Teil von
Inaktiv trotz gültigem Datum
Erkennt Materialien, die als inaktiv markiert sind, deren Gültigkeitsdaten aber das aktuelle Datum einschliessen. Sentinel-Daten (9999-12-31) gelten als offene Grenzen.
Teil von
Inaktive Artikel
Listet alle inaktiven Materialien im Katalog auf. Die Anzahl Befunde entspricht der Zahl der einzigartigen inaktiven Artikel -- eine Bestandskennzahl.
Teil von
Rechnungsintegrität
Prüft pro Fall das Verhältnis von Abrechnungsereignissen mit und ohne Rechnungsnummer. Fälle mit hohem Anteil nicht fakturierter Positionen deuten auf unvollständige Rechnungsverarbeitung hin.
Teil von
Fehlender MiGEL-Code
Erkennt fakturierbare Materialien ohne MiGEL-Code. Ohne MiGEL-Code können Rückerstattungsanträge bei Versicherern abgelehnt werden -- ein Compliance- und Ertragsrisiko.
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Fehlende Implantat-Dokumentation
Identifiziert Fälle mit implantatpflichtigen Eingriffen, bei denen kein Implantat im Materialverbrauch dokumentiert ist. Fehlende Implantate bedeuten fehlende Rückverfolgbarkeit und potenzielle Compliance-Risiken.
Teil von
Fehlender Standardpreis
Identifiziert aktive Materialien ohne gültigen Standardpreis, die dennoch im Verbrauch oder in der Abrechnung auftauchen. Ohne Preis sind Wertberechnungen in Gold-Modellen unmöglich -- eine unsichtbare Lücke.
Teil von
Mehrfach-belieferte Artikel
Listet Materialien mit zwei oder mehr Lieferanten auf. Die Anzahl Befunde zeigt, wie viele Artikel von mehreren Lieferanten bezogen werden -- eine Bestandskennzahl für Beschaffungsvielfalt.
Teil von
Verwaiste Abrechnungen
Macht Abrechnungen sichtbar, die auf nicht existierende Fälle oder Materialien verweisen. Diese Datensätze werden von Gold gefiltert, aber der finanzielle Verlust bleibt real -- eine unsichtbare Lücke in der Abrechnung.
Preisstreuung-Inkonsistenz
Artikel mit >20% Preisstreuung ueber Kataloge.
Eingriff ohne Materialverbrauch
Identifiziert Fälle mit dokumentierten Eingriffen, aber ohne Materialverbrauch. Jeder Eingriff verbraucht Material -- fehlende Dokumentation bedeutet eine Rückverfolgbarkeitslücke und erschwert die Kostenrechnung.
Teil von
Erlösausfall
Erkennt Fälle, bei denen der Materialverbrauchswert die Gesamtabrechnung übersteigt. Ein Hinweis auf nicht fakturierte Leistungen und mögliche Ertragseinbussen.
Teil von
Haltbarkeitsrisiko
Erkennt Materialien mit kurzer Haltbarkeit und geringer Umschlagshäufigkeit. Hohe Verfallsgefahr führt zu Abschreibungen und Verschwendung.
Teil von
Alleinlieferanten-Abhaengigkeit
Erkennt Materialien mit nur einem Lieferanten in E6 -- kein alternativer Bezugsweg existiert. Risiko bei Lieferausfall oder Preisaenderung.
Veralteter Artikel
Erkennt Materialien mit abgelaufenem Gültigkeitsdatum (valid_until), die dennoch Verbrauchs- oder Abrechnungsaktivität aufweisen. Veraltete Katalogartikel bedeuten Beschaffungs- und Datenqualitätsrisiken.
Veralteter Artikel
Erkennt Materialien mit abgelaufenem Gültigkeitsdatum (valid_until), die dennoch Verbrauchs- oder Abrechnungsaktivität aufweisen. Veraltete Katalogartikel bedeuten Beschaffungs- und Datenqualitätsrisiken.
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